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Carmo Convent

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Carmo ConventGeorges Jansoone · Wikimedia Commons · CC BY 2.5
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Das Carmo-Kloster ist ein ehemaliges katholisches Kloster in Lissabon, Portugal, dessen gotische Kirche durch das Erdbeben von 1755 zerstört wurde und bis heute eine sichtbare Spur dieser Katastrophe darstellt. Heute beherbergt das offene Kirchenschiff das Archäologische Museum Carmo, das Artefakte von der portugiesischen Vorgeschichte bis zum Mittelalter ausstellt.

Nicht verpassen

  • Das offene Kirchenschiff mit nur noch erhaltenen Spitzbögen, da das Steindach beim Erdbeben von 1755 einstürzte und nie wieder aufgebaut wurde.
  • Das Hauptfassadenportal mit Archivolten und Kapitellen, die mit pflanzlichen und anthropomorphen Motiven verziert sind, sowie ein teilweise zerstörtes Rosenfenster.
  • Fünf Strebepfeiler auf der Südseite, die 1399 hinzugefügt wurden, nachdem die Mauer während des Baus eingestürzt war.
  • Gotische Gräber, darunter das von Fernão Sanches (einem unehelichen Sohn von König Dinis I.), verziert mit Jagdszenen auf Wildschweine, und das Grab von König Ferdinand I. (reg. 1367–1383).
  • Prähistorische Objekte aus einer Befestigungsanlage bei Azambuja (3500–1500 v. Chr.), ausgestellt in einer der alten Apsiskapellen.
  • Eine Statue eines Königs aus dem 12. Jahrhundert, möglicherweise Afonso Henriques, sowie maurische Azulejos und römische und westgotische Artefakte.

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Möglichkeiten, Carmo Convent zu besuchen

Carmo Convent kannst du auf eigene Faust besuchen. Ein Guide lohnt sich für die Geschichte und Details, die man leicht übersieht. Eine Tour kann den Besuch mit nahegelegenen Sehenswürdigkeiten kombinieren.

Vor dem Besuch

  • Das Kloster liegt im Viertel Chiado auf einem Hügel mit Blick auf den Rossio-Platz und gegenüber dem Hügel der Burg von Lissabon.
  • Es befindet sich an einem ruhigen Platz (Carmo-Platz) ganz in der Nähe des Aufzugs Santa Justa.
  • Die ruinierte Kirche ist heute ein archäologisches Museum, das vom Verband der portugiesischen Archäologen betrieben wird.

Ein bisschen Geschichte

Gegründet 1389 von Konstabler Nuno Álvares Pereira, wurde das Kloster auf Land seiner Schwester und des Admirals Pessanha erbaut. Das Erdbeben von 1755 zerstörte seine Bibliothek mit etwa 5.000 Bänden und zwang die 126 Geistlichen, den Ort aufzugeben. Nachdem es als Polizeikaserne, Sägewerk und Gerichtsgebäude diente, wurde es 1864 dem Verband der portugiesischen Archäologen geschenkt, der es in ein Museum umwandelte. Während der Nelkenrevolution von 1974 ergab sich hier der letzte Regimepräsident Marcelo Caetano dem späteren Präsidenten António de Spínola.

Häufige Fragen

Was verursachte die Ruine der Carmo-Kirche?

Das Erdbeben von Lissabon 1755 zerstörte das Steindach und die Bibliothek der Kirche; das Dach wurde nie wieder aufgebaut, sodass das Kirchenschiff offen zum Himmel liegt.

Was kann ich im Museum sehen?

Das Kirchenschiff und die Apsis zeigen architektonische Relikte, gotische Gräber, prähistorische Werkzeuge, maurische Fliesen sowie römische und westgotische Objekte.

Wird das Kloster noch als religiöses Gebäude genutzt?

Nein, es ist ein Museum und dient auch als Hauptquartier der Republikanischen Garde.

Welches historische Ereignis fand hier 1974 statt?

Während der Nelkenrevolution ergab sich der letzte Regimepräsident Marcelo Caetano vom Kloster aus António de Spínola.

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